Carla Berling

Die Rattenfänger – Roman aus dem Strukturvertrieb

AWD, OVB, HMI, Deutsche Vermögensberatung oder andere: Im Vertrieb von Versicherungen sind derzeit aktiv etwa 250.000 Menschen beschäftigt; mehr als doppelt so viele arbeiten als “Tippgeber”. Bei Fluktuationsraten von bis zu 70 % in den ersten drei Jahren dürften im Laufe der letzten 25 Jahre mehrere Millionen Menschen mit dieser Thematik konfrontiert gewesen sein. Über Geschädigte, Ruinierte und Abgezockte wurde schon oft berichtet. Im Oktober erscheint ein Roman, der eine Geschichte hinter den Schlagzeilen erzählt:
„Die Rattenfänger“ heißt mein neues Buch. Es wird im VAT verlag André Thiele erscheinen.
Es ist eine Story, die im Strukturvertrieb einer Versicherung spielt. In diesem Bereich des Multi-Level-Marketing werden Menschen skrupellos motiviert und manipuliert, um die Gewinne der Unternehmen zu steigern. Da geht es um Gehirnwäschen, Abzocke und Abenteuerlust, um verkümmernde Moral und verschwindende Werte.

Zielgruppe des Romans:
Jeder, der je mit einer Versicherung zu tun hatte.
Jeder, der je mit einem Strukturvertrieb zu tun hatte.
Jeder, der schon mal am Ende war.
Jeder, der an die Liebe und das Leben glaubt.

Wenn Sie Interesse haben, über dieses Buch zu berichten, übersende ich Ihnen gern weitere Informationen.
Wenn Sie eine Lesung aus dem Roman buchen möchten, so ist das ab Mitte November 2012 möglich.
Die Premierenlesung findet am
8. November 2012 um 19:15 Uhr
in der Mayerschen Buchhandlung
Köln – Nippes, Neusser Str. 226, Köln statt.

Klappentext:
„Bald verdienst du nie mehr weniger als fünfstellig!“ versprechen die Strukkis.
Rena und Mike, frisch verheiratet und ziemlich verschuldet, investieren ihr letztes Geld in das Beginner-Seminar der Juno AG. Deren Strukturvertrieb begeistert sie: Tagungen in teuren Hotels, Luxus-Reisen für gute Leistungen und mitreißende Meetings wecken ihren Ehrgeiz – und die Gier nach mehr. Aber die Strukkis motivieren nicht nur, sie manipulieren auch. Rena und Mike können nicht anders, als in einem Team mitzuspielen, zu dessen Alltag Mobbing, Gehirnwäsche und brutaler Konkurrenzkampf gehören.
Bis eines Tages jemand stirbt.

Aus dem Buch:
Sie warteten schweigend auf Steinert. Der kam herein, legte die Collegemappe ab und sagte ohne Einleitung: „Ich möchte Ihnen mitteilen, dass wir heute Morgen eine traurige Nachricht bekommen haben. Unser ehemaliger Kollege Lars Branding ist vorgestern verstorben. Er hat sich in einem Hotelzimmer erschossen.“ Mike starrte Steinert an. Sein Mund stand offen. Niemand sagte etwas.
Steinert fuhr fort: „Brandings Freundin rief mich heute morgen an und teilte es mir mit. Wir werden nachher sammeln und einen Kranz zur Beerdigung schicken. Außerdem werden wir eine Beileidsanzeige aufgeben und als Orga-Stützpunkt im Namen aller Junos kondolieren. Innerhalb unserer Struktur werden wir geschlossen behaupten, dass Branding bereits seit langem unter Depressionen litt. Wer was anderes sagt, fliegt. Ende der Durchsage.“

Kontakt: carla@carla-berling.de