#Mordkapelle: Noch 18 Wochen.

fullsizeoutput_3a0 Im November 2014 ist ein großer Publikumsverlag an meinen Krimis interessiert – und ich kann vor Aufregung nicht mehr schlafen. Aus heiterem Himmel kam eine Mail mit der Frage, ob ich mir trotz des Erfolges als Selfpublisherin vorstellen könnte, in einem renommierten Verlag zu veröffentlichen.
Och. Naja. Schon.
Sollte ich mein Ziel, das ich zwischenzeitlich fast aus den Augen verloren habe, nach über zwanzig Jahren tatsächlich erreichen?
Der Verlag will natürlich einen neuen, vierten Roman. Am dritten, Tunnelspiel, schreibe ich grade, er soll im März erscheinen.
Aber nebenbei nachdenken kann ich ja schon mal. Ich habe einige Ideen, aber keine begeistert mich länger als zwei Wochen.
Es wird Januar 2015. Ja, ich will diesen Verlagsvertrag – und dafür muss ich einen Projektvorschlag präsentieren. Ich habe ein einziges Wort im Kopf, das ich nicht loswerde, es ist ein Straßenname: Mordkapellenpfad. Als wir noch in Bonn wohnten, bin ich dort oft mit dem Hund spazieren gegangen. Das Wort klingt wie ein Krimi, also suche ich im Internet, was es zu bedeuten hat. Angeblich wurden an dieser Stätte Cassius und Florentius mit weiteren Gefährten hingerichtet – so will es die mündliche Überlieferung wissen. Beim Marterfest gedenkt die Endenicher Pfarrgemeinde der Stadtpatrone: Jedes Jahr zieht eine Prozession zur so genannten Märtyrer- oder #Mordkapelle und nach einer Andacht zurück in die Pfarrkirche.
Das ist wirklich eine gruselige Geschichte, aber noch lange kein Roman.
Teil 1 dieser Serie lesen Sie hier: #Mordkapelle: Noch 19 Wochenimg_5460