Die Wucht der Trauer hab ich unterschätzt.


Eine Woche ist es her seit der Verabschiedung, eine Woche erst. So viele Gefühle hab ich seither gefühlt: Verzweiflung, Entsetzen, Panik, Angst, Unglauben, Unverständnis, Wut sogar.
Entsetzen darüber, dass die schlimmste Befürchtung wahr wurde. Panik, weil die Wucht der Emotionen mich zittern und schreien ließ und weil man in dem Moment einer solchen Hiobsbotschaft die Kontrolle verliert. Angst, dass meine Söhne nur mit mir, ohne ihren Papa, nicht zurecht kommen. Dass ich es nicht schaffen werde, die Lücke zu füllen, die in ihrem Leben entstanden ist. Die Angst ist berechtigt, denn ich kann sie nicht füllen. Ich will es auch nicht. Unglauben darüber, dass es wirklich wahr ist, er ist gestorben, weg, tot. Nie mehr.
Wut, weil er sich so schnell verabschiedet hat. Das kann man doch nicht machen!
Man kann. Ein Leben ist zu Ende, hier jedenfalls. Wer weiß, was danach kommt. Wie gerne wäre ich jetzt gläubig.
Ich versuche, meinen Alltag wieder zu finden. Jetzt wird mir erst klar, wie wichtig so ein Alltag ist! Wie beruhigend normale Handgriffe sein können, wie den Hund zu bürsten, das Waschbecken zu putzen oder Blumen zu gießen. In den letzten Monaten war der Alltag überschattet von der Angst, dass es nicht gutgehen könnte, von seiner und meiner Angst. Hundert Telefonate, Besuche am Krankenbett, Hilfe, wo ich helfen konnte.
Er war nicht mehr mein Ehemann, schon lange nicht mehr. Aber er war der Vater meiner Söhne und wir sind Freunde geblieben. Dreißig Jahre gehörte er täglich zu meinem Leben.
Am Ende ist es immer zu wenig und das Ende ist immer zu früh.

Ich bin sehr traurig.

Wir haben Hardy beerdigt. Er ist der Vater meiner Söhne und war 21 Jahre mein Ehemann und später mein guter Freund. Er wurde 59 Jahre alt und starb am Sonntag, den 26. Juni 2011, nach kurzer, schwerer Krankheit.
Wir haben in der Familie abgesprochen, es auf diesem Weg statt durch Karten und Zeitungsanzeige zu veröffentlichen.
Hardy wurde im engsten Familien- und Freundeskreis verabschiedet.
Niemals werden wir ihn vergessen.

Ich bin wieder unterwegs: Berlin, Frankfurt, Bochum, Köln …

BOCHUM
Donnerstag, 10. März 2011, 15:00 Uhr
Lesung: “Temperamentvolle Gemeinheiten”
Haus der Begegnung
Alsenstr. 19 a
44789 Bochum
Gemeinschaftsveranstaltung des Deutschen Hausfrauen-Bundes
OV Bochum und des KreislandFrauenverbandes Bochum

FRANKFURT/MAIN
Samstag, 19. März 2011, 19:30 Uhr
Lesung: “Im Netz der Meister”
Den Rahmen stellt
Leo Pinkertons KunstKabinett
‪Assenheimer Straße 17‬
‪60489 Frankfurt am Main‬
Telefon ‪0 69 / 26 48 76 63‬
e-Mail: leo@leopinkerton.de

KÖLN
Sonntag, 27.März 2011, 16:00 Uhr
Lesung aus: “Der Tänzer” von Colum McCann
Literarurcafé im Horizont Theater
Thürmchenswall 25 – 32, 50668 Köln
Tel: 0221 131604
e-Mail: mail@horizont-theater.de
Karte kann telefonisch reserviert werden und kostet 8 Euro.

FRANKFURT/MAIN
Samstag, 2. April 2011, 20 Uhr
Lesung “Temperamentvolle Gemeinheiten”
Jerome
Schützenstrasse 10
60311 Frankfurt am Main
Einlass: 20:00 Uhr, beginn der Lesung: 21:00 Uhr
Eintritt: 8 €
Email: jerome-ffm@gmx.net

KÖLN DEUTZ
Lesung für Seniorinnen im Rahmen des Festivals „SommerStart 2011“.
Donnerstag, 30.6.11
Details folgen

FREUDENSTADT
Lesung „Jesses Maria“
Freitag, 22.Juli 2011
Details folgen