Lesungen 2016 / 2017

Freitag, 11. November 2016: Mainz
Kabarettistische Lesung „Jesses Maria“
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Freitag, 02. Dezember 2016 Gmund am Tegernsee
Hotel Falderhof
Kabarettische Lesung „Jesses Maria“
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Freitag, 9. Dezember 2016 Minden/Westfalen
kabarettistische Lesung „Jesses Maria“
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Samstag, 28. Januar 2017 Kaiserbahnhof Brühl
Kierberger Straße 158
50321 Brühl
Veranstalter: WUR Management
Kabarettistische Lesung innerhalb eines Menüs
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Freitag, 10. März 2017: Brühl
Pfarrsaal St. Matthäus
50321 Brühl
Veranstalter: Kath. öffentliche Bibliothek St. Servatius
Kabarettistische Lesung „Jesses Maria“
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Alle haben sich lieb und heute ist nichts schlimmes passiert.

Ich will nicht mehr.
Diese Seite ist ab jetzt positive Zone.
Das mag weltfremd klingen, vielleicht sogar blauäugig.
Jeden Morgen, beim ersten Kaffee, lese ich die Nachrichten. Zuerst die lokalen, dann die überregionalen. Jeden Tag lese ich von Terror, Anschlägen, Angst, Mord, Todschlag, Raub, Nötigung, Erpressung, Vergewaltigung, Korruption und Wahnsinn. Natürlich. »Alle haben sich lieb und heute ist nichts schlimmes passiert« wäre keine Nachricht.
Ich werde keine schlechten Nachrichten mehr kommentieren oder verbreiten. Warum?
Ihr, meine (echt total geliebten!) Leser, seid erwachsen, Ihr bildet euch selber eine Meinung und braucht dazu von mir gewiss keine Beiträge. Ob ich hier Zeitgeschehen öffentlich kommentiere, Seiten teile oder Medienberichte verbreite – oder peng. Das bringt niemanden weiter.
Wir, meine Familie und Freunde und ich, haben natürlich eine Meinung, und wir diskutieren, oft kontrovers, bis uns die Köpfe rauchen. Am Tisch, am Telefon, in der Kneipe, in privaten Mails. Wir streiten, wir vertragen uns wieder, raufen uns zusammen und bewegen zusammen etwas. Gesellschaftlich, politisch, in der Familie, in der Nachbarschaft, im Job. Aber das gehört nicht hierher.
Was ich öffentlich zu sagen haben, was mir unter den Nägeln brennt, steht in meinen Büchern. Dass es in Krimis oder Komödien verpackt ist, macht es nur leichter lesbar, aber nicht weniger wahr.
Hier, auf dieser Seite, bin ich Carla Berling, Mama, Ehefrau, Tochter, Schwester, Freundin, Nachbarin, Buchautorin, Vorleserin.
Ich bin die 56-jährige Frau von nebenan, die das unfassbare Glück hat, Menschen mit Geschichten unterhalten zu dürfen. Und das werde ich hier tun: euch ein bisschen unterhalten.
Ich will hier mit euch ein paar Minuten abschalten, normal sein, mich freuen, mit euch lachen, euch kennenlernen – von mir aus können wir uns auch auch mal streiten.
Hier will ich ein bisschen normalen Alltag leben, und ich lade euch herzlich dazu ein.

Eure Carla Berling

Ich war ein hässliches Kind.

Ich war ein hässliches Kind.
Wahrscheinlich nicht von Anfang an, denn auf den wenigen Fotos, die es von mir als Kleinkind gibt, sehe ich ganz manierlich aus. Aber als sie mir im Salon Klinksiek zum ersten Mal den Pottschnitt verpassten, war die Optik komplett hinüber.
„Im Ganzen kürzer“, hatte meine Mutter gesagt, und der Mann im lila Perlonkittel fasste mit zwei Fingern in mein dünnes Haar, hob eine Strähne hoch, ließ sie angewidert fallen und sagte: „Hm“.
Die Grimasse, die er dabei schnitt, sollte ich später noch bei vielen Friseuren sehen, als könnte ich was dafür, dass meine Haare so dünn und schlapp sind. Das macht man doch nicht extra!
Schon damals, ich war etwa fünf, begann meine Abneigung gegen Friseure. Ich fand es doof, dass ich in den Herrensalon musste. Die Kinder mussten immer in den Herrensalon. Viel lieber hätte ich in einer der Kabinen gesessen, die mit bunten Plastik-Vorhängen rechts und links abgetrennt waren: Dort saßen nämlich die Frauen und schwatzen und rauchten, wenn sie sich die Haare machen ließen.
Meine Mutter ging alle drei Monate zur Dauerwelle. Die Wasserwelle hat sie sich immer selber gemacht. Sie saß samstags nach dem putzen in der Küche unter der Trockenhaube, die sie an die grau karierte Resopalplatte des Küchentisches geschraubt hatte.
Auf Mutters Kopf waren bunte Lockenwickler, aus denen spitze Haarnadeln ragten, und über den Wicklern trug sie ein rosa Chiffontuch, das farblich zum rosa geblümten Frisierumhang über ihren Schultern passte. Mutter las die „Constanze“ unter der Haube, aber manchmal nickte sie auch ein. Einmal war die Schraube an der Befestigungsstange locker und die heiße Föhn-Glocke rutschte ganz langsam immer tiefer. Mutter wurde erst wach, als sich das Chiffontuch kräuselte und zu stinken begann.
Danach bekam sie eine Schwebehaube vom Neckermannversand: Die sah aus wie eine himmelblaue Plastikmütze. Sie schloss mit einem festen Gummibund ab und bedeckte den Kopf von der Mitte der Stirn bis in den Nacken. Hinten mündete das Ding in einen dicken Schlauch und der war mit einem Apparat verbunden, den Mutter sich um den Hals hängte. Wenn sie das Teil anschaltete, wurden Schlauch und Haube aufgeblasen und sie sah aus wie Marsmännchen. Die neue Haube hatte aber den Vorteil, dass Mutter damit hin- und herlaufen konnte. So vertrödelte sie keine Zeit tatenlos mit Constanze lesen, denn sie konnte nun, während die Haare trockneten, Kartoffeln schälen oder bügeln.
Herr Klinksiek trat im Herrensalon emsig auf ein Pedal am Fuße des riesigen schwarzen Stuhls, in dem ich ziemlich verloren hin und her rutschte, und der Stuhl ruckte immer höher. Er wickelte mir kratziges Krepp-Papier um den Hals und band den Umhang viel zu fest zu. Dann zog er die Schere aus der Tasche des Perlonkittels. Herr Klinksiek rauchte und schnitt abwechselnd, seine Finger rochen nach Haarfestiger und Zigaretten. Er schnippelte mit virtuosen, ausholenden Bewegungen, und wenn er nicht schnitt, klapperte er mit der Schere in der Luft.
Ich musste die Augen schließen und linste durch die Wimpern. Er schnitt meinen Pony in der Mitte der Stirn ab, hackte hinten eine Stufe ins Deckhaar und kürzte die Seiten bis zur Mitte meiner abstehenden Ohren. Wenn ich im Garten Doppelkirschen ohne den braunen Schnabelschmiss der Amseln fand, hängte ich sie mir an die Ohren. In solchen Fällen war es praktisch, dass sie so weit abstanden. Aber unter dem Pottschnitt sahen sie schrecklich aus.
Ich kämpfte mit den Tränen. Dabei träumte ich von langen Zöpfen, die ich mit Zopfspangen, die wie Schleifen aussahen, zusammenbinden wollte. Ich durfte das nicht. Ich bekam den Fassonschnitt.
Meine Mutter verfolgte die Arbeit von Herrn Klinksiek sehr aufmerksam. Als er fertig war, pinselte er mit einem dicken Quast über mein Gesicht und meinen Hals, hielt einen Spiegel hinter meinen Kopf und fragte:
„Recht so, kleines Frollein?“
Das fand er lustig, denn er lachte dabei wie die Ziegen von Bauer Körtner.
Aus: CBR Jesses Maria 151005 COV.indd
Taschenbuch, 302 Seiten: LINK
eBook Download LINK

Happy together. Weil:

Manchmal bin ich ganz still, dankbar und glücklich. Wenn ich jemanden erreicht habe, zum Beispiel. So wie mit dem Buch „Vom Kämpfen und vom Schreiben“.
99 Lesermeinungen, 84 mal volle Punktzahl – und dieser Satz:
„Das nenne ich Leidenschaft. Wer das erlebt hat und immer noch Bücher schreibt, ist wirklich berufen und tut es mit Liebe.
Großes Kompliment an die Autorin. Sie schafft es, den Leser in das Geschehen eintauchen zu lassen und mit ihr zu lieben und zu leiden.“

Link zum Buch

8000 Fans bei Facebook – ich verlose ein Danke-Buchpaket!

Versprochen ist versprochen: „Wenn ich 8000 Fans habe, geb ich einen aus!“
Und das geht so:
Unter allen, die Facebook-FAN sind – oder werden – und das folgende Foto dort bis einschließlich Sonntag, 10. April 2016 um 23:59 Uhr kommentieren, verlose ich dieses Buchpaket:
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Der Gewinner wird von mir ausgelost.

Teilnahmebedingungen:
1. Das Gewinnspiel steht in keiner Verbindung zu Facebook und wird in keiner Weise von Facebook gesponsert, unterstützt oder organisiert.
2. Nur Volljährige (oder Minderjährige mit Einverständniserklärung) mit Wohnsitz in Deutschland dürfen teilnehmen.
3. Der Gewinner wird nach dem Zufallsprinzip ausgelost und über Facebook benachrichtigt.
4. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
5. Der Gewinn wird nicht in Bargeld ausgezahlt.

Ein Lob aus dem Buchhandel

„Doch gerade für mich, die sich noch nie wirklich Gedanken darüber gemacht hat, wie schwierig es für Autoren ist, einen Verlag zu finden, war dieses Buch eine Offenbarung! Wie kommt man an einen Verlag ran? Was sind Druckkostenzuschussverlage? Wie funktionieren die kleinen Verlage, von denen man selten bis gar nicht gehört hat? Wie bekommt man einen Agenten? Und wir werden Bücher vermarktet? Und warum ist das große A doch nicht immer nur böse? Und ganz wichtig – wie schafft man es, einfach nicht aufzugeben? All diese und noch viel mehr Fragen beantwortet Carla Berling in diesem Buch.
Und ich kann diesem Buch nur möglichst viele Leser wünschen, denn es hat so viel zu geben. Buchhändler sollten es lesen, damit sie ein wenig mehr von den Hintergründen verstehen. Zukünftige Autoren sollten es lesen, damit sie die ganzen Fehler nicht auch noch machen müssen. Und alle anderen interessierten Leser, die einfach mal Interesse haben, wie so etwas überhaupt funktioniert. Und natürlich auch Menschen, die einfach mal ein positives Beispiel eines Menschen brauchen, der trotz vieler Rückschläge und Schicksalsschläge einfach nicht aufgibt!“
Die Buchhändlerin Monika Fuchs schrieb mir das über „Vom Kämpfen und vom Schreiben“.
Link zum Buch

Ich muss heulen vor Freude, wenn ich das lese.
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Einer der schönsten Briefe, den ich je bekam

Einer der schönsten Briefe, den ich je bekam. Die Verfasserin hat ihn bei Amazon eingestellt,
es ist daher nicht indiskret, hier davon davon zu erzählen:

„Liebe Carla Berling
Soeben habe ich den letzten Satz, das letzte Wort Ihrer autobiographischen Erzählung «Vom Kämpfen und vom Schreiben» gelesen. Ich möchte Ihnen so viel sagen, so viel, dass ich nicht weiß, wo ich anfangen könnte. Ich möchte es versuchen.
Wie habe ich mitgelitten, mit jeder Zeile, mit jedem Absatz, auf jeder Seite! Ich saß mit Ihnen vor dem warmen Ofen in Ihrem kalten Haus. Ich freute mich mit Ihnen, wenn alle Zeichen auf Erfolg standen und brach mit Ihnen zusammen, als die Welt für Sie wieder unterging. Ich heulte schrecklich bei Hardys Tod, seiner Beerdigung und Ihrem Dank an Ihre Söhne. Ich wischte mir die Tränen aus den Augen, stand mit Ihnen wieder auf und jedes Mal sprang Ihre Motivation, Ihre Inspiration, Ihr Engagement auf mich über. Ja! Jetzt schaffen wir es! Doch es bleiben noch viele Seiten zu lesen. Was wird passieren? Ich ahne nicht nur Gutes.
Ich kann kaum glauben, dass Sie diese Tortur durchgehalten haben. Das ist Wahnsinn!
Sie sind ein Kampfschwein, das schreiben Sie selbst. Auf allen 236 Seiten spüre ich Ihren starken Willen, der Sie immer weitermachen lässt. Ich fühle mich von Anfang bis Ende wie bei einem Marathonlauf. Die ersten Kilometer problemlos, dann Seitenstechen, weitermachen, konzentrieren, die nächsten Kilometer wieder problemlos, durchatmen, Zähne zusammenbeißen, kämpfen, Seitenstechen ignorieren, laufen, laufen, laufen. Und als ich die Ziellinie überquere, bin ich angekommen, aber nicht fertig. Laufe weiter, denn Sie schreiben weiter. Und das werden Sie, das werde ich. Ich weiß das. Sie wissen das! Das Leben geht weiter. Die Träume sind noch nicht ausgeträumt.
Ich bedanke mich herzlich bei Ihnen für die Reise, die Erkenntnisse, das Wissen, die Unterhaltung, die Einsichten, die Erfolge, die Misserfolge, die Glücksmomente, die Zweifel – kurzum: für alles, was Sie mir mit Ihrem Buch gegeben haben! … “

Danke.
Hier gehts direkt zum Buch: LINK